Die Situation kennen wahrscheinlich viele (jedenfalls die Alltagsfahrradfahrer), man ist den Winter über viel mit dem Fahrrad gefahren und hat es somit allen möglichen Einflüssen ausgesetzt. Die Kette ist von Streusalz und altem Schneematsch überzogen und der Rest des Fahrrads sieht auch nicht gerade sauber aus. Oft funktioniert die Beleuchtung nicht mehr und Rostflecken haben sich gebildet. Es steht außer Frage, dass der Winter für Fahrräder die anspruchsvollste Zeit ist.
Und wenn man dann noch, wie ich, zu faul ist, während des Winters das Fahrrad zu warten (“ das wird ja ohnehin morgen wieder dreckig), steht oft eine böse Überraschung im Schuppen: Das Fahrrad muss von vorne bis hinten geputzt und repariert werden. Auch wenn dies erst einmal viel Arbeit bedeutet, kann es durchaus Spaß machen, seinen Drahtesel auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis ist ja auch sehr erfreulich.
Bei grobem Dreck sollte man mit Wasser mit etwas Spülmittel beginnen. Mit einem alten Tuch entfernt man den gröbsten. Danach kann man mit speziellem Fahrradputzmittel die Feinarbeit erledigen. Besonders wichtig ist es, die Teile des Rads zu säubern, die beim Fahren in Bewegung sind. Die Kette und die Zahnkränze also, die für eine reibungslose Fahrt in gutem Zustand sein müssen. Nach der Säuberung müssen diese Teile geölt werden. Es empfiehlt sich, die Oberflächen des Rads zum Schluss auch noch mit Fahrradpolitur zu bearbeiten. So ist das Fahrrad während der nächsten Monate noch etwas vor Dreck und Rostbildung geschützt.
Wenn das Licht nicht funktioniert, sollten die Kontakte und die Glühbirne kontrolliert werden. Bei zu geringer Bremswirkung ist es ratsam, auch die Bremsbeläge zu wechseln. Natürlich können auch die Reifen während des Winters gelitten haben. Das Profil sollte kontrolliert werden und auch der Luftdruck muss stimmen. Zum Schluss werden noch alle Schrauben nachgesehen, und gegebenenfalls festgezogen.
Nun steht der Frühjahrsradtour nichts mehr im Wege. Auf den Sattel und in die Natur!